Die etwas andere Bestattungsmöglichkeit
Urnen zuhause! Die unten angefügten Sterne verweisen auf Webseiten,
die Perspektiven einer Bestattung aufzeigen, die den meisten hier in Deutschland nicht
bekannt sind.
Ich für meine Person fand die darauf zu lesenden Informationen sehr
interessant und in mir öffnete sich eine ganz andere Vorstellung,
wie ich eventuell mal beigesetzt werden möchte.
Zudem wird bei vorhandenem Interesse unentgeltlich HILFE bei
aufkommenden Fragen und gegebenenfalls bei anfallenden Formalitäten
angeboten. Reinschauen lohnt sich auf alle Fälle.
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So sei es
Wenn ich einst in fernen Tagen,
von der Welt hier scheiden muss,
tragt mich nicht zum kühlen Grabe,
wo ich dann verrotten muss.
Lasst mich bei Euch sein für immer,
an einem schönen, stillen Ort,
wo ich dann im Kerzenschimmer,
stehe neben weisem Wort.
Diesen Platz, den wünsch ich mir,
nicht verbannt ins Erdengrund.
Nah bei Euch, drin im Geschehen,
wo die Welt sich dreht in Rund.
Streut meine Asche nicht ins Meer,
und nicht auf weites Land,
ich reis mit Euch, wohin Ihr geht,
im Handgepäck galant!
© Petra E. Schulte
Unsere Tochter ist bei uns zuhause
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"Am 14.03.2005 habe ich meine Tochter Maureen Clara nach 40.
Wochen komplikationsfreier Schwangerschaft still geboren.
Seit Januar 2005 leben mein Mann und ich berufsbedingt in
Frankreich. Ich war gerade in der 30. SSW als wir umgezogen
sind. Angedacht sind etwa 3-6 Jahre Aufenthalt, bevor wir
nach Deutschland zurückkehren.
Die Nachricht, dass das kleine Herz unserer Tochter auf
gehören hatte zu schlagen, kam völlig überraschend. Es gab
keinerlei Anzeichen. Nichts dergleichen. Nun mussten wir
anstatt mit der Erziehung unserer Tochter mit ihrem Tod
auseinandersetzen. Mein Mann und ich waren noch nie zuvor
mit dem Tod konfrontiert worden. Und dann gleich das eigene
Kind, auf das man sich so gefreut hatte. Neben der Aufgabe
diese unumwerfliche Tatsache zu verarbeiten, standen diverse
Entscheidungen & Aufgaben betreffend des Verbleibens von
Maureen´s Überresten (unschönes Wort :-( ) an.
Bereits im Krankenhaus fragte man uns wie wir uns den
Abschied unserer Tochter vorstellen würden. Wir mussten ja
schließlich ein Bestattungsunternehmen beauftragen (auch für
den Transport für eine Obduktion). Was also tun?! Maureen in
Frankreich beisetzen?! So müssten wir sie irgendwann, wenn
es wieder zurück nach Deutschland ginge, allein in
Frankreich zurücklassen. Das wollten wir nicht. Wer sollte sich dann um
ihr Grab kümmern?! NEIN! Das kam nicht in Frage. Maureen in
Deutschland begraben und sie dort (gerade die ersten Jahre,
in der die Trauer noch ganz intensiv und frisch ist) allein
lassen?! NEIN! Keine gute Idee. Unsere kleine Maus, weit
über tausend Kilometer von uns entfernt, das kam nicht in
Frage.
Da meine Eltern ein paar Wochen zuvor erzählt hatten, dass
sie in einem Krematorium in Holland waren (um sich für den
Fall des Ablebens unserer sehr alten, geliebten Hündin
Stella zu informieren), erinnerte ich mich daran und fragte
spontan, ob die Feuerbestattung in Frankreich legitim sei.
Es stellte sich heraus, dass diese Option in Frankreich
gegeben ist und die Urne (mit den Überresten des geliebten
Menschen darin) sogar zuhause aufbewahrt werden kann, was in
Deutschland leider verboten ist. Nur das kam für uns in
Frage. Nur so haben wir unsere Tochter die nächsten Jahre
hier in Frankreich bei uns und können sie dann später wieder
mit zurück nach Deutschland nehmen, an den Ort an dem wir
uns dann langfristig niederlassen wollen.
Wir hoffen, dass es bis dahin auch in Deutschland eine
Lockerung der Beisetzungsgesetzte gibt und wir unsere
Tochter nicht beisetzen lassen müssen. Wir hätten sie gerne
wie gewohnt um uns herum. Nun steht Maureen´s kleine Urne
bei uns im Wohnzimmer. Wir haben eine besonders hübsche Urne
ausgewählt, die wir in Holland haben anfertigen lassen. Rosa
mit einem Sternchen (es handelt sich ja um ein sogenanntes
Sternenkind) in der Mitte. Auf einem schönen Sockel mit
Ihrem Namen als Beschriftung. Ebenso wie ihrem Geburtstag.
Das Umfeld ihrer Urne haben wir schön dekoriert. Mit
Wünschen von Freunden, mit Fotos, mit ihrem Stoff-Hasi, mit
einem Engelchen und einem leuchtenden Kristall. Es ist schön
zu wissen, dass wir unsere Tochter so immer um uns haben. Wir
müssen nicht zu einem Friedhof, sondern können täglich jeden
Tag mit ihr sprechen. Sie ist in unserer Mitte. Ich glaube
an das, was in dem Buch
DER KLEINE PRINZ steht. Es war nur eine Hülle, die der
kleine Prinz zurückließ. Eine Hülle, die zu schwer war um
sie mitzunehmen. So haben wir nur die Hülle unserer süßen
Maus verbrennen lassen. In einem kalten, nassen Erdgrab
würde sie langsam von Würmern zerfressen werden. Ich weiß
nicht welche Vorstellung ich unschöner finde. Es ist ihre
Seele, die uns umgibt. Nicht ihre Hülle. Ihre Hülle wahren
wir ihr nur als Gedenken auf. Als Zeichen das wir sie um uns
haben wollen."
In liebevoller Erinnerung an unsere Tochter Maureen Clara
Danny & Jörg
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Hiermit möchte ich mich bei den Eltern von Maureen Clara
recht herzlich für ihren Beitrag und die Bilder bedanken!
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