Einbalsamierung und Rekonstruktion
Kaum jemand weiß, was sich hinter dem Wort Thanatologie verbirgt.
Ein Thanatologe ermöglicht durch eine präventive Behandlung (moderne
Einbalsamierung) des Verstorbenen, eine Aufbahrung über einen
längeren Zeitraum ohne jegliche Einschränkung.
Auch bei verstorbenen Unfallopfern kann ein Thanatologe wertvolle
Hilfe leisten. In einem umfangreichen Studium hat er die
Rekonstruktion an Unfalltoten erlernt. So ist es ihm mit seinen
Kenntnissen möglich, die Spuren eines Unfalls weit gehend zu
mindern.
Angehörige können dadurch ohne Schrecken Abschied nehmen. Dies ist
besonders wichtig, wenn ein junger Mensch mitten aus dem Leben
gerissen wird. Es hat sich erwiesen, dass der plötzliche Tod eines
Kindes oder Angehörigen erst nach der Verabschiedung realisier- oder
begreifbar wird. Dies kann ein wichtiger Teil der Trauerverarbeitung
sein, - der Tod wird dadurch erst richtig realisiert. Am offenen
Sarg sieht der Hinterbliebene, dass der geliebte Mensch friedlich
schlafend aussieht und seinen Frieden gefunden hat.
Oft wird den Hinterbliebenen empfohlen den Verstorbenen so in
Erinnerung zu behalten, wie man ihn kannte. Bleibt der Sarg aber
geschlossen und die Angehörigen können sich nicht mehr
verabschieden, wird ihnen meist eine wichtige Möglichkeit der
Trauerverarbeitung genommen.
Die Erinnerung ist ein Fenster
durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will.


