Straßenkreuze & Marterl
Dürfen die Angehörigen überhaupt eine persönliche
Gedenkstätte am Straßenrand errichten? Laut Rechtslage nicht, aber
sie werden von den Städten und Gemeinden geduldet, wenn sie nicht
den Verkehr behindern. Streng genommen müsste eine
Sondernutzungsgenehmigung beim Straßenbauamt beantragt werden.
Angehörige oder Freunde des Unfallopfers kommen gezielt und stellen
ein Straßenkreuz auf und pflegen es. Jedes Kreuz am Straßenrand
steht für ein verlorenes Leben, den Tod eines Menschen ob jung oder
alt. Umgekommen im Straßenverkehr. Mit den am Straßenrand stehenden
Straßenkreuzen bekommen Unfallopfer ein Gesicht und der
Schicksalsschlag der Angehörigen macht die vorbeifahrenden
Autofahrer nachdenklich.
Für andere Menschen hat das am Straßenrand stehende Straßenkreuz,
auch Marterl genannt eine ganz andere Bedeutung. Sie waren als
Hilfs- und Rettungskräfte beteiligt oder Unfallzeugen und sind beim
Passieren der Gedenkstätte wieder am Ort des Geschehens und somit
bei den schlimmen Ereignissen des Unfalls.
Laut Recherchen ist ein Straßenkreuz ein besseres „Warnschild“ als
das offizielle Warnschild mit dem schlitternden Wagen. Straßenkreuze
sind emotional ausdrucksstärker und werden besser wahrgenommen. Sie
werden sofort mit einem tödlichen Unfall in Verbindung gebracht und
sind stumme Zeitzeugen eines Unglücks. Die am Straßenrand
aufgestellten Kreuze wirken noch intensiver, wenn Bilder oder Blumen
niedergelegt werden und eine Kerze brennt.
Für viel Angehörigen ist das Errichten des Straßenkreuzes sehr
wichtig, denn hier an dieser Stelle sind sie ihrem Verstorbenen noch
einmal ganz nah, hier wurde sein Leben ausgelöscht. Diese fühlbare
Nähe hilft vielen zur besseren Trauerverarbeitung.
Text: Daniela Getrost
Was ist eine Sturzgeburt?
Die Sturzgeburt, auch überstürzte Geburt (lat: partus praecipitatus)
ist, wie der Name sagt, eine zeitliche Abweichung vom normalen
Geburtsverlauf, also eine besonders schnell (< 2 Stunden)
verlaufende, ansonsten aber normale Geburt, bei der das Kind evtl.
mit nur einer einzigen Austreibungswehe geboren wird, beispielsweise
nach schneller Muttermunderöffnung bei gut dehnbarem Geburtskanal
oder bei sehr kleiner Frucht.
Die Vorwehen sind dann oft kaum schmerzhaft oder folgen in zu langen
Abständen, sodass sie nicht wahrgenommen werden. Plötzlich wird die
Gebärende dann von sehr schmerzhaften Presswehen überrascht. Bei
einer Sturzgeburt wird das Baby häufig im Bett oder Krankenwagen
geboren.
Eine Sturzgeburt wird hauptsächlich bei Mehrgebärenden mit
plötzlichen auftretenden, sehr starken Presswehen und besonders
nachgiebigem Bindegewebe beobachtet, aber auch bei Erstgebärenden,
die die Wehen falsch gedeutet haben. Geburtsverletzungen sind
häufig, weil das Gewebe nicht ausreichend Zeit hatte sich langsam zu
dehnen. Es kann auch Verletzungsgefahr für das Neugeborene bestehen,
in seltenen Fällen "ein Aufprall" des Neugeborenen, sogar
Nabelschnurruptur ist möglich, es kommen auch Fälle von
"Toilettengeburt" vor.
Bezugsquelle: Wikipedia
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